Mediation im öffentlichen Bereich
Im Coaching I werden zunächst die Grundlagen des „Mediierens“ auf einen gemeinsamen Stand gebracht und die Besonderheiten der Mediation im öffentlichen Bereich herausgearbeitet. Danach wird anhand eines Falles, der auf einer realen Konfliktsituation aufbaut, eine vollständige Mediation im öffentlichen Bereich durchgespielt. Die einzelnen Stufen werden jeweils in Kleingruppen vorbereitet und im Plenumsrollenspiel erfahrbar gemacht. Einzelne Techniken und Methoden im „Mediieren“ in Großgruppen können herausgegriffen und gesondert geübt werden (z.B. Visualisierung im Mindmapping). Das Besondere an dem ausgewählten Fall ist, dass er als Video in didaktisch vorbereiteten Sequenzen das gesamte Coaching begleiten wird und somit die Möglichkeit besteht, Ergebnisse mit denen des Videofalles zu vergleichen. Im Coaching I wird der Fokus sehr stark auf dem praktischen Mediieren im öffentlichen Bereich liegen.

Im Coaching II besteht - ausgehend von den in Coaching I gemachten Erfahrungen - die Möglichkeit, einzelne Aspekte der Mediation im öffentlichen Bereich zu vertiefen. Dies können Techniken und Methoden, aber auch Besonderheiten von Verwaltungsstrukturen und -hierarchien, politische Interessenkonstellationen und damit verbundene Rollenkonflikte etc. sein. Es wird geübt, wie mit diesen Strukturen bezogen auf das Mediationsverfahren zielführend umgegangen werden kann. Auch spezielle verwaltungsrechtliche oder vertragsrechtliche Aspekte, die die Mediation im öffentlichen Bereich tangieren, können hier besprochen werden. Die notwendigen „Feldkompetenzen“ im öffentlichen Bereich werden ergänzt und vertieft. Dem Arbeiten im Mediatorenteam kommt in der Mediation im öffentlichen Bereich einige Bedeutung zu, weswegen außerdem das Arbeiten im Team geübt werden wird.