Fragebogen Dr. Holger Thomas

Wie sind Sie zur Mediation gekommen?
Während meines Studiums bin ich im Rahmen von Seminaren zu den Themen „Das Havard-Konzept“ und „Schlichten statt Richten“ mit alternativen Konfliktlösungsmöglichkeiten in Berührung gekommen. Die Suche nach Alternativen zur „klassischen“ juristischen Methode hat mich letzlich zur Mediation gebracht.

Was ist für Sie das Besondere an der Mediation?
Es besteht die Chance, dass Konflikte von den Konfliktparteien selbst befriedigend gelöst werden. Dabei spielen Erkenntnisse während des Prozesses und Kreativität oftmals eine entscheidende Rolle.

Was halten Sie für die wichtigste Eigenschaft eines Mediators?
Allparteilichkeit und Flexibilität.

Was war Ihr schönstes Erlebnis in der Mediation?
Das Aufplatzen verkrusteter Kommunikationsstrukturen zu Gunsten einer offenen und humorvollen Umgangsform während der Verhandlungen gepaart mit der formulierten Hoffnung, dass sich dies auch außerhalb der Verhandlungen fortsetzt.

Was war die schwierigste Situation, die Sie in der Mediation erlebt haben?
Schwierig ist regelmäßig der Umgang mit anwaltlichen Parteivertretern, die ihre Parteien „ausbremsen“, indem sie immer wieder auf die Durchsetzung juristischer Positionen beharren und sich nicht auf das Mediationsverfahren einlassen, obwohl die Parteien selbst dazu bereit sind.

Was raten Sie jemanden, der zurzeit in der Mediationsausbildung ist und auf der Suche nach geeigneten Fällen ist?
Der feste Glaube an die Güte der Methode ist der erste Schritt, andere zu überzeugen. Und dann: Klinkenputzen, Klinkenputzen, Klinkenputzen.

Ihr Motto als Mediator?
Erlaubt ist, was (allen) gefällt.



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