Fragebogen Detlef Sauthoff

Wie sind Sie zur Mediation gekommen?

Als Mediant im Rahmen meiner Scheidung konnte ich sehr persönliche Erfahrungen „auf der anderen Seite“ sammeln. Zwei Jahre später habe ich von der Möglichkeit einer Fortbildung in Oldenburg erfahren und mich um einen Ausbildungsplatz beworben. Aus dieser Ausbildungsgruppe heraus, haben sich Co-Mediationen und Projekte zur Konfliktlösung in der Arbeitswelt ergeben.

 

Was ist für Sie das Besondere an der Mediation?

Die Medianten sind für die Ergebnisse und die Vereinbarungen selbst verantwortlich. Als Mediator habe ich den Ablauf und den Prozess optimal zu gestalten.

 

Was halten Sie für die wichtigsten Eigenschaften eines Mediators?

Wertschätzung und Achtsamkeit. Meines Erachtens ist Wertschätzung den Beteiligten und  dem Verfahren gegenüber eine unabdingbare Voraussetzung für das Mediationsverfahren. Der achtsame Umgang mit den Medianten und der eigenen Person bei der Vorbereitung und der Durchführung einer Mediation trägt sehr zum gelingen oder Misslingen bei.

 

Was war das schönste Ereignis in der Mediation?

Die Einbeziehung eines Kindes in eine Familienmediation und der damit verbundene Durchbruch bei der Lösungsphase, sowie der erfolgreiche Abschluss meiner ersten Wirtschaftsmediation.

Was war für Sie die schwierigste Situation, die Sie in der Mediation erlebt haben?

Das ich in der dritten Mediationssitzung feststellen musste, dass ein Beteiligter in einem Mobbing-Konflikt nicht mediationsfähig war. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich diese Situation nicht vorher hätte erkennen müssen. Mir wurde sehr deutlich, dass nicht alle Konflikte mit Hilfe der Mediation zu bearbeiten sind.

 

Was raten Sie jemanden, der zurzeit in der Mediationsausbildung ist und auf der Suche nach geeigneten Fällen ist?

Üben, üben, üben. Konflikte gibt es reichlich in ihrer Umgebung. Nicht alle sind über eine Gebührenordnung oder über Honorare in Rechnung zu stellen, aber jeder Fall gibt Sicherheit im Umgang mit der Methode.

 

Motto

Die Menschen stärken, die Sachen klären!

 




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