Professor Dr. Joseph Duss-von Werdt

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Fragebogen



Joseph Duss-von Werdt, geb. 24.10.1932 in der Nähe von Luzern (Schweiz).
Studien der Philosophie, Psychologie und Theologie.
1967 Gründer und bis 1987 Leiter des Instituts für Ehe und Familie in Zürich.
Im Rahmen von interprofessionellen Kursen mit Richtern, Anwälten, Beratern erster Kontakt mit Mediation Ende der 70er Jahre. Bis 2001 Dozent für Familientherapie an der Universität Fribourg.
1975 zusammen mit Prof. Helm Stierlin, Heidelberg, Gründung der ersten deutschen Fachzeitschrift für Familientherapie, „Familiendynamik. Interdisziplinäre Zeitschrift für systemorientierte Praxis und Forschung". Seit Mitte der 80er Jahre wurden darin regelmäßig Beiträge zur Mediation veröffentlicht.
Ausbildung in Mediation im Rahmen des Eidosprojektes München (H.G. und G. Mähler), in der Doppelrolle als Teilnehmer und Ausbilder in Kommunikationstechniken im Umgang mit konflikthaften Situationen.
Seit einigen Jahren Ausbilder und Supervisor am Frankfurter Institut für Mediation IKOM, Schwerpunkt Sonderseminare für Anwältinnen in Gesprächsführung mit Paaren. 1992 zusammen mit einer Professorin für Jugendstrafrecht der Universität Genf Mitbegründer des Schweizerischen Vereins für Mediation.



1994 bis 1998 Supervisor des Modellprojekts Mediation des Hessischen Ministeriums der Justiz in der Stadt Frankfurt.
Zahlreiche Seminare und Vorträge bei Berufsverbänden (Familiengerichtstag, DAV). Arbeitsgemeinschaften für Mediation in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich.
Das anfängliche Interesse an Familienmediation hat sich ausgeweitet zur Beschäftigung mit der Geschichte der Mediation, der Rollendynamik und dem Konfliktverständnis, kommunikationstheoretischen Aspekten, sowie der Philosophie und dem Menschenbild der Mediation.
Seit 2000 Redaktionsmitglied der Quartalschrift „Familienrechtliche Praxis.ch“ (FamPra)
Beratung bei der Einführung von Mediation in (internationalen, nationalen und lokalen) Organisationen u.a. in Spanien, Luxemburg, Rumänien.


Veröffentlichungen (Auswahl)
Mähler H.-G. und G. Mähler, Duss-von Werdt, J: „Faire Scheidung durch Mediation“. München o.Jg. 1995 (Gräfe und Unzer)
Duss-von Werdt, J., Mähler H.G. und Mähler G. (Hrsg.): „Mediation - die
andere Scheidung“. Stuttgart 1995 (Klett-Cotta)
„Die Praxis der Mediation als ethischer Diskurs und die Kraft des Konflikts“, in: Falk G., Heintel P. und Pelikan Ch. (Hrsg.):
Duss-von Werdt, J: „Die Welt der Mediation, Entwicklung und Anwendungsgebiete eines interdisziplinären Konfliktregelungsverfahrens“. Klagenfurt 1998 (Alektro Verlag)
Duss-von Werdt, J: „...denn zu Unrecht ein Teil würd‘ vom anderen gedrückt (Solon)“. Die letzten 2500 Jahre Mediation in Europa“. In: Geissler, P (Hrsg.): Mediation – die neue Streitkultur. Giessen 2000 (psychosozial-verlag)
Homo Mediator. Geschichte und Menschenbild der Mediation, Stuttgart 2005 (Klett-Cotta)
Einführung in die Mediation, Heidelberg 2008 (Carl-Auer-Verlag)
Systemische Sicht der Vermittlung und ihre Methoden. In: von Schlieffen / Haft: Handbuch Mediation, 2. Auflage Herbst 2008



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